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Unsere Jungpferdearbeit

Unser Weg, die Jungpferde auf ihr Leben als Reitpferde vorzubereiten, hat sich bewährt.

In den ersten Wochen lernen die Fohlen das Halfter kennen und sich anfassen zu lassen. So können Hufpflege, Impfungen/Entwurmungen und Behandlung bei eventuellen Krankheitsfällen stressfrei durchgeführt werden.

Die Fohlen sind im bis zum ersten Jahreswechsel bei der Mutter (wir lassen die Stuten nur alle 2 Jahre decken), und wachsen dann im gemischten Herdenverband auf großen Weiden auf. Gemischte Herde heißt, dass Pferde verschiedenen Alters zusammen sind und die Jungpferde sich so in die Rangordnung eingliedern müssen. Im dritten Sommer werden sie das erste Mal auf den Hof geholt und lernen „Umgang“. Wir laufen mit ihnen in Wald und Feld und auch auf Straßen, damit sie die Welt kennenlernen und dass der Mensch jetzt zuständig ist, sie auf ihn hören müssen und ihm vertrauen können. Im Gelände und in der Bahn  lernen sie, auf Stimme und Halfter zu reagieren und einfache Kommandos zu befolgen:  Halt, schneller, Richtungswechsel, Wendungen. Auch das Laufen als Handpferd mit der entsprechenden Zusammenarbeit steht auf dem Programm. Nach drei Wochen kommen sie zurück in die Herde, und wir wissen mehr über unser Jungpferd.

Wenn sie  4-jährig wieder auf den Hof kommen, werden die gleichen Übungen kurz wiederholt und wir stellen fest, sie haben nichts vergessen. Die Übungen werden mit Trense und aufgelegtem Sattel gemacht und der Reiter simuliert. Das erste Aufsitzen ist so gut wie immer unspektakulär und der Reiter wird auf den ersten Bahnrunden problemlos toleriert. Schließlich werden mit Reiter die Laut- und Halfterkommandos auf  Reiterhilfen übertragen. Dann geht es ins Gelände, erst als Handpferd, später mit zuverlässigen Begleitpferden.  So bleibt die Freude an der Arbeit für Pferd und Reiter erhalten. Das weitere Programm sieht Ausreiten ohne Begleitung vor und auf dem Platz alle Grundgangarten und Übungen wie Vorhandwendung, Schenkelweichen, Bahnfiguren, alles als Signalreiten. Tölt wird nur geritten,  wenn das Pferd die Gangart anbietet. Nach dieser ca. 6-wöchigen Grundausbildung kann – je nach Veranlagung – weitere Gang-und /oder Dressurausbildung erfolgen. Auf jeden Fall gehen die 4-jährigen, wenn sie bei uns bleiben,  spätestens im Herbst wieder in den Winterurlaub auf die Weide.